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ALLE REDEN VON KI. ABER ES FEHLT AN VERKAUFBAREM.
Deutsche Unternehmen investieren in Technologie, doch vielen fehlen digitale Angebote, die sich am Markt verkaufen. Das Problem liegt selten in der Technik – sondern im Geschäftsmodell.
KI, Plattformen, IoT: An Technologie mangelt es nicht. Und doch zeigt die aktuelle Bitkom-Studie „Digitalisierung der Wirtschaft 2026“ ein ernüchterndes Bild. 34 Prozent der befragten Unternehmen entwickeln überhaupt keine digitalen Produkte oder Dienstleistungen. Gleichzeitig nennen 43 Prozent den Mangel an marktfähigen Lösungen als Hemmnis für ihre Digitalisierung.
Das ist bemerkenswert. Denn 42 Prozent sagen zugleich, dass sich ihr Geschäftsmodell durch die Digitalisierung verändert. Der Druck ist also da. Was fehlt, ist der Schritt von der Technologie zum Angebot, das Kundinnen und Kunden kaufen.
AUS TECHNOLOGIE WIRD GESCHÄFT – ABER NICHT VON ALLEIN
Zwischen „Es funktioniert“ und „Es trägt sich“ liegt ein eigener Arbeitsschritt: die Entwicklung des Geschäftsmodells. Drei Fragen werden dabei häufig zu spät gestellt.
1. Welches Problem lösen wir – und für wen genau? Ein Geschäft entsteht erst, wenn klar ist, welches Problem eine Technologie für welches Segment löst. Wer alle Märkte gleichzeitig bedienen will, bedient am Ende keinen richtig.
2. Wofür genau wird bezahlt? Lizenz, Abonnement, nutzungsbasierte Abrechnung, Service-Vertrag oder Plattformgebühr: Das Erlösmodell entscheidet darüber, wie gut ein Angebot skaliert. Gerade bei IoT- und Datenlösungen liegt der Wert oft nicht im Gerät, sondern im Service dahinter.
3. Wie sieht das Angebot aus, das der Vertrieb verkaufen kann? Ein Portfolio aus zwanzig Einzelfunktionen ist schwer zu verkaufen. Ein modulares Leistungsframework mit klaren Paketen, Preisen und Upgrade-Pfaden dagegen schon. Es gibt dem Vertrieb eine Sprache und der Kundschaft eine Entscheidungsgrundlage.
VOM PRODUKT ZUM PORTFOLIO
Ein tragfähiges Geschäftsmodell ist kein einmaliges Dokument, sondern ein Arbeitsstand, der sich am Markt beweisen muss. Bewährt hat sich ein schrittweises Vorgehen:
- Zielsegmente und deren Kernprobleme schärfen
- Value Proposition je Segment formulieren
- Leistungen modular bündeln und bepreisen
- Mit ersten Pilotkundinnen und -kunden testen
- Aus den Ergebnissen Portfolio und Go-to-Market ableiten
Wichtig ist, Technik, Vertrieb und Management früh an einen Tisch zu bringen. Sonst entsteht ein Geschäftsmodell auf dem Papier, das niemand verkaufen will – oder ein Vertriebsversprechen, das die Technik nicht halten kann.
FAZIT
Zeit wird zum entscheidenden Faktor: Innovationszyklen und Markteintritt laufen im digitalen Geschäft deutlich schneller. Wer eigene, marktfähige Lösungen entwickelt, sichert nicht nur Umsatz, sondern auch Unabhängigkeit. Technologie ist die Voraussetzung – das Geschäftsmodell ist der Hebel.
SIE STEHEN VOR DER FRAGE, WIE SIE AUS IHRER TECHNOLOGIE EIN TRAGFÄHIGES GESCHÄFT MACHEN? BUCHEN SIE GERN EINEN UNVERBINDLICHEN KENNENLERNTERMIN.
Quelle: Bitkom, Digitalisierung der Wirtschaft 2026, Pressemitteilung vom 11. März 2026; repräsentative Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten.